Was ist ein Microgrid?
Erneuerbar im Alltag. Verfügbar im Ernstfall.
Ein Microgrid verbindet Erzeugung, Speicher, Netz und Verbraucher zu einem lokalen System. Entscheidend ist nicht nur, woher der Strom kommt – sondern was weiterläuft, wenn eine Quelle ausfällt.
Die kurze Antwort
Was ist ein Microgrid?
Ein lokales Stromsystem, das Erzeugung, Speicher, Verteilung und Verbrauch an einem Standort koordiniert – meist netzparallel, je nach Auslegung fähig, sich bei einer Störung vom Netz zu trennen und definierte Lasten weiter zu versorgen.
Kein Produkt, sondern ein Betriebsprinzip: klare Systemgrenze, definierte Steuerung, priorisierte Verbraucher.
Ein System.
Zwei Zustände.
Dasselbe Microgrid, zwei Lagen – der Unterschied liegt in der Priorisierung der Lasten, nicht in einem Autarkieversprechen.
- Netzstatus Verbunden
- PV-Erzeugung Aktiv
- Speicher Bereit
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GridUnit Online
Vier Ebenen. Eine Aufgabe.
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01
Erneuerbare Erzeugung
Photovoltaik oder Wind tragen den Alltag – wenn das Wetter sie liefert.
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02
Speicher
Verschiebt Energie, glättet Spitzen. Leistung und Energieinhalt begrenzen die Dauer.
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03
Öffentliches Netz
Im Regelfall verbunden. Der Netzanschlusspunkt definiert Kopplung, Messung, Schutz, Trennung.
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04
Steuerbare GridUnit
Diesel oder Gas, wenn die anderen Ebenen die definierte Last nicht tragen.
So viel erneuerbare Energie wie möglich, so viel steuerbare Leistung wie nötig. Kein universeller Schaltplan – sondern eine Auslegung, die bei den Lasten beginnt.
Nicht alles muss weiterlaufen.
Das Richtige schon.
Versorgungssicherheit beginnt nicht beim Aggregat, sondern bei der Frage: Welche Last darf ausfallen, welche muss durchlaufen, welche geordnet herunterfahren? Die Antwort ist projektspezifisch.
Versorgungskritisch
Produktion und Prozesse
Anlagen, deren ungeplanter Stillstand Produkt, Prozess oder Wiederanlauf gefährdet.
Betriebskritisch
IT, Kälte und Sicherheit
Infrastruktur, die Daten, Temperaturen, Kommunikation oder sicheren Betrieb erhält.
Nachrangig
Komfort und flexible Verbraucher
Lasten, die im Ersatzbetrieb reduziert, verschoben oder abgeworfen werden.
Ehrliche Systemgrenzen
Resilienz ja.
Redundanz nur, wenn sie geplant ist.
Eine GridUnit ist nicht das ganze Microgrid.
Sie ist das Generatorensystem. Netzanschluss, Verteilung, PV, Speicher, EMS und Lasten gehören zur Gesamtanlage und greifen über definierte Schnittstellen ineinander.
Eine zweite Quelle ist noch keine Redundanz.
Unabhängige Pfade, Umschaltung, Brennstoffversorgung, Schutzkonzept, Prüfungen und gegebenenfalls N+1 werden gemeinsam ausgelegt.
Versorgungssicherheit ist konkret.
Nicht der Produktname entscheidet, sondern was die reale Anlage am realen Standort unter definierten Bedingungen leisten kann.
Die steuerbare Erzeugung
Diesel oder Gas folgt der Aufgabe.
Der Energieträger ist kein Glaubenssatz. Lastprofil, Vorhaltedauer, Infrastruktur, Aufstellung und Betriebsstunden bestimmen die Wahl.
Diesel · Netzersatz
Für klar begrenzte Ausfallszenarien.
Für Ersatzversorgung unabhängig von leitungsgebundenem Brennstoff. Tankkonzept, Laufzeit und Wartung gehören zur Auslegung.
Diesel-SystemweltGas · Netzersatz oder KWK
Für längere oder regelmäßige Laufprofile.
Wenn standortseitige Versorgung und Betriebsprofil dazu passen. Bei gekoppelter Erzeugung kann nutzbare Wärme Teil der Aufgabe sein.
Häufige Fragen.
Die kurze Einordnung für Projektverantwortliche – ohne aus einem standortspezifischen System eine Standardlösung zu machen.
Ist ein Microgrid dasselbe wie ein Inselnetz?
Nein. Ein Microgrid arbeitet häufig mit dem öffentlichen Netz und wechselt nur bei Bedarf in einen Inselbetrieb. Ein dauerhaft netzfernes System ist ebenfalls möglich, aber nicht die Voraussetzung.
Braucht ein Microgrid immer Photovoltaik und einen Batteriespeicher?
Nein. Entscheidend sind die lokale Systemgrenze, die koordinierte Betriebsführung und die beherrschten Übergänge zwischen Erzeugung, Netz und Lasten. Welche Quellen oder Speicher sinnvoll sind, folgt aus der Versorgungsaufgabe.
Ist eine GridUnit allein schon ein Microgrid?
Nein. Eine GridUnit ist das Generatorensystem von microgrids.energy. Zum gesamten Microgrid gehören außerdem die standortseitige Peripherie, Verteilung, Netzverbindung, Steuerung und die zu versorgenden Lasten.
Was passiert bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes?
Das hängt vom Schutz-, Umschalt- und Betriebskonzept ab. In einem dafür ausgelegten System wird die Netzverbindung getrennt, die steuerbare Erzeugung übernimmt und die Versorgung auf vorher definierte Lasten begrenzt.
Macht eine GridUnit die Versorgung automatisch redundant?
Nein. Redundanz entsteht erst durch konkret unabhängige Versorgungswege, die passende Umschaltlogik, verfügbare Brennstoffversorgung, Wartung und gegebenenfalls eine N+1-Auslegung. Eine zusätzliche Energiequelle allein genügt dafür nicht.
Diesel oder Gas – was ist für das Backup besser?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Lastprofil, erwartete Laufzeit, vorhandene Infrastruktur, Brennstoffbevorratung, Aufstellung und betriebliche Anforderungen bestimmen die Ausführung.
Was kostet ein Microgrid?
Eine belastbare Zahl entsteht erst aus der konkreten Systemgrenze. Leistung, priorisierte Lasten, Umschaltung, Aufstellung, Brennstoffversorgung, Schnittstellen und gewünschte Vorhaltedauer sind wesentliche Kostentreiber.
Der Ausgangspunkt
Was muss bei Ihnen weiterlaufen?
Beschreiben Sie uns Standort, kritische Lasten und gewünschte Vorhaltedauer. Daraus entsteht die Versorgungsaufgabe – und erst dann die passende GridUnit.